Inzwischen ist es für die großen Stromversorger beinahe so etwas wie ein jährliches Ritual geworden, die Preise zu erhöhen. Zumindest bis vor kurzem konnten die Energieunternehmen darauf zählen, dass die gestiegenen Preise von ihren Kunden -wenn auch zähneknirschend- akzeptiert wurden. Die Hemmschwelle, seinen Energieversorger zu wechseln, lag für viele zu hoch, als dass die Preistreiber ernsthafte Verluste durch Kundenabwanderungen zu fürchten gehabt hätten.
Strommarkt gerät in Bewegung
Seit einigen Jahren jedoch hat sich einiges auf dem Strommarkt getan. Neue Anbieter sind auf den Plan und in Konkurrenz zu den etablierten Energiekonzernen getreten. Dieser Wettbewerb wird natürlich auch über den zu zahlenden Kilowattpreis geführt (Anbietervegleich lohnt!). Außerdem wurden verschiedene Gesetze erlassen, die zur Erleichterung des Stromanbieterwechsels beigetragen haben. Ein solcher Wechsel funktioniert in der Regel nach dem gleichen Prinzip. Der Kunde gibt dem neuen Energieversorger seiner Wahl Adresse, Zählernummer sowie bisherigen Jahresverbrauch und den Namen des alten Stromlieferanten bekannt. Nach dieser ersten Kontaktaufnahme übernimmt der neue Lieferant die weiteren Formalitäten, insbesondere die Kündigung des bisherigen Vetrages. Gegebenenfalls folgt noch eine zweite Kontaktaufnahme durch den Stromanbieter, bei der (falls nicht bereits bei der Anmeldung geschehen) noch der bisherige Zählerstand abgefragt wird. Das war es dann auch schon. Fortan erhält der Kunde seinen Strom durch den von ihm ausgewählten neuen Energieversorger.
Keine Angst vorm Wechsel
Wie man sehen kann, ist der Wechsel des Stromanbieters recht einfach zu bewerkstelligen und darüber hinaus mit keinem Risiko verbunden, plötzlich ohne Energieversorgung zu sein. Denn aufgrund der Gesetzeslage sind die alten Anbieter verpflichtet, ihre bisherigen Kunden wieder zu versorgen, wenn, aus welchem Grund auch immer, der Wechsel einmal nicht zustande kommen sollte.